Schon immer hat die Musikvermittlung bei der Bachakademie eine besondere Rolle gespielt. Helmuth Rilling hat das Format Gesprächskonzert in Europa eingeführt und meisterhaft gepflegt. Die Erklärung von Musik und damit die Eröffnung tieferer Verständnisschichten beim Hörer waren ihm von Anfang an ein besonderes Anliegen. Dies prägt die Bachakademie, die eine eigene Wissenschaftsabteilung und öffentliche Bibliothek ihr eigen nennen darf, bis heute. Symposien und Meisterkurse für (junge) Profis sowie Gespräche über Musik für interessierte Laien (Studium generale, Seminare, Musikfestcafés und Musikalische Salons) sind seit Anbeginn ein wichtiger Bestandteil im Veranstaltungsangebot. Zahlreiche musikwissenschaftlich-theologische und interdisziplinäre Diskurse im Rahmen der Musikfeste fanden Eingang in die Schriftenreihe der Internationalen Bachakademie Stuttgart.
Mit dem auf drei jahre angelegten Projekt TRIMUM soll eine »Musik des Trialogs« zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen erklingen, die das Verbindende hörbar und erfahrbar macht, ohne die Unterschiede zu nivellieren. Mit »Bach bewegt!« wird von der Bachakademie ein neues, neugierig machendes Tanz-Projekt ins Leben gerufen, das junge Menschen an die Musik von Bach heranführt. 100 Schülerinnen und Schüler mehrerer Stuttgarter Schulen sollen auf kreative Weise Themen neu interpretieren, die vor 300 Jahren aktuell waren.