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Internationale Bachakademie Stuttgart

Pressemeldung 14.02.2012: Gernot Rehrl wird neuer Intendant der Internationalen Bachakademie und des Musikfestes Stuttgart

Gernot Rehrl

Der Vertrag wurde am heutigen Dienstag, 14. Februar 2012, in Anwesenheit des gesamten Vorstandes der Internationalen Bachakademie (IBA) unterzeichnet. Der Vertrag beginnt am 1. März 2013 und läuft bis zum 31. Juli 2018. Gernot Rehrl übernimmt die Intendanz an der Seite des designierten Künstlerischen Leiters Hans-Christoph Rademann, der vor Kurzem zum Nachfolger Helmuth Rillings berufen wurde.

Gernot Rehrl wurde 1955 in Bamberg geboren. Seine bisherigen Stationen als Musik- und Orchestermanager führten ihn u. a. zum Windsbacher Knabenchor, zum Chor des Bayerischen Rundfunks und zum Münchner Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks. Zuletzt wirkte er als Intendant der Rundfunkorchester und -chöre GmbH Berlin (ROC), dem gemeinsamen Dach für das Deutsche Symphonieorchester Berlin, das Rundfunksinfonieorchester Berlin sowie den beiden Chören Rundfunkchor Berlin und RIAS Kammerchor.

Der Vorstandsvorsitzende der IBA Berthold Leibinger: „Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Rehrl eine so erfahrene Persönlichkeit aus dem Bereich des Kulturmanagements finden konnten und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.“

Gernot Rehrl: „Ich freue mich sehr, das einzigartige Profil und die Aktivitäten der IBA weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Hans-Christoph Rademann in die Zukunft führen zu können.“

Zunächst gilt es, gemeinsam mit den Mitarbeitern der IBA den Übergang nach dem Rücktritt von Helmuth Rilling als Akademieleiter zu gestalten. Herr Rademann und Herr Rehrl werden zu diesem Zweck bereits eng eingebunden.

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Gernot Rehrl wurde 1955 in Bamberg geboren. Der Musik- und Kulturmanager begann seine Laufbahn 1988 als Orchestermanager beim Orchester der Wiener Bachsolisten und wechselte dann als Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros zu den Münchner Philharmonikern unter ihrem damaligen Chefdirigenten Sergiu Celibidache. Von 1991 bis 1997 war er für die weltweite Konzerttätigkeit des Windsbacher Knabenchores verantwortlich und ging anschließend zum Chor des Bayerischen Rundfunks nach München.

Im Jahr 2000 übernahm er das Orchestermanagement des Münchner Rundfunkorchesters des Bayerischen Rundfunks. Gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Freund und damaligen Chefdirigenten Marcello Viotti verhalf er dem Orchester durch eine ambitionierte Programmpolitik und neue Konzertmodelle binnen kurzer Zeit zu überregionalem und internationalem Ansehen. Für diese Arbeit erhielt er den „Stern des Jahres 2004“ der Münchner Abendzeitung. Im selben Jahr wandte sich Rehrl öffentlich gegen die angedrohte Auflösung des Orchesters. Der öffentliche Proteststurm, aber auch die inhaltliche Neuausrichtung des Orchesters trugen letztlich wesentlich zur Rettung des Rundfunkensembles bei.

Im Auftrag des Bayerischen Ministerpräsidenten organisierte Rehrl 2005/2006 das Konzert der drei Münchner Spitzenorchester, der Münchner Philharmoniker, dem Bayerischen Staatsorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft unter Leitung ihrer damaligen Chefdirigenten Christian Thielemann, Zubin Mehta und Maris Jansons vor rund 30.000 Besuchern, dem internationalen FIFA-Kongress und dem durch die TV-Übertragung zugeschalteten Millionenpublikum.

Im Juli 2006 schließlich wurde er Intendant der Rundfunkorchester und -chöre GmbH Berlin (ROC) mit ihren Ensembles Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Rundfunkchor Berlin und RIAS Kammerchor mit den Gesellschaftern Deutschlandradio, Bundesrepublik Deutschland, Land Berlin und dem rbb. Dort sorgte er nicht nur für eine Erhöhung der Mittelzuwendung, sondern setzte sich auch erfolgreich für den Erhalt und Fortbestand der vier Ensembles unter dem Dach der GmbH ein.