Schenkung zweier Kunstwerke aus dem Nachlass Roswitha Dönnges
Aus dem Nachlass der Kusterdinger Künstlerin Roswitha Dönnges (1940–2020) erhielt die Internationale Bachakademie Stuttgart als großzügige Schenkung zwei Werkgruppen aus den Jahren 2001/02. Die Künstlerin gab ihnen den Titel »Partita I« und »Partita II«, was unmittelbar Bezugspunkte zum musikalischen Werk Johann Sebastian Bachs nahelegt.
Die beiden hier gezeigten Arbeiten entstammen der Werkgruppe »Partita I« von 10 Wand-/Bildobjekten und der Werkgruppe »Partita II« von 5 Wand-/Bildobjekten, jeweils aus Holz, Teer, Polsterwatte, Stoff und Farbe (Eitempera).
Tatsächlich entstand die Idee zu den beiden seriellen Arbeiten während einer Probe zu Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe. Roswitha Dönnges verband seit Ihrer Kindheit eine tiefe Liebe zur Musik. Aber nur diese eine Mal, bei den beiden Partiten, nutze sie die emotionale Wirkung der Musik unmittelbar für eine skulpturale Idee.
In Anlehnung an Saiteninstrumente entwarf sie gelbe Kästen als vorne offene Hohlkörper. Unterschiedliche Stege und Farbwechsel der Kastenböden akzentuieren und rhythmisieren die Abfolgen innerhalb der Werke mit Ihren einzelnen Elementen.
Am 4. Dezember 2025 übergab ihre Tochter Friederike Dönnges gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Anja Rumig dem Geschäftsführer der Bachakademie Michael Hörrmann beide Kunstwerke als Schenkung. Sie sollen künftig im Konzertsaal der Bachakademie präsentiert werden.