Die Künstler:innen – Vol. 10
Isabel Schicketanz (Sopran BWV 86, 37, 44)
In der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts ist die Sopranistin Isabel Schicketanz ganz in ihrem Element. Ihre Stimme ist farbig und ihre Gestaltung nah am Text orientiert. Mit Klarheit und Unbedingtheit gleichermaßen macht sich die Solistin Programme zu ihren Wegbegleitern; ob kleinste Liederabende oder große Oratorienwerke. Schon früh erhielt sie vielfältige musikalische Unterweisung, studierte in Dresden bei Hendrikje Wangemann und Olaf Bär Gesang und wuchs in ihrem Fach durch die Unterstützung von namhaften Dirigenten, Orchestern und Kolleg:innen. Glücklich schaut sie auf die Gründung Ihres Solistenensembles Ælbgut, welches bereits durch den Opus Klassik und den Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Ihre Leidenschaft ist durch zahlreiche CD-, Rundfunkaufnahmen und Streams belegt, darunter eine CD mit bisher unbekannten Werken von Johann Schop und ihre erste Solo-CD mit kleinen geistlichen Konzerten. isabelschicketanz.de
Miriam Feuersinger (Soprano BWV 59, 172.2, 173.2, 184.2)
Auf dem Gebiet der geistlichen Barockmusik gehört die aus Vorarlberg stammende Sopranistin Miriam Feuersinger zu den führenden ihres Stimmfachs. Dabei gilt ihre große Liebe dem Kantaten- und Passionswerk J. S. Bachs und seiner Zeitgenossen, was sich u.a. in ihrer Konzertreihe »Bachkantaten in Vorarlberg« widerspiegelt. Zudem gastiert sie regelmäßig bei der Bachakademie Stuttgart, dem Bachfest Leipzig, den Bachfesttagen Köthen sowie bei weiteren Bach-geprägten Festivals. Ihr musikalisches Schaffen erstreckt sich aber auch auf die geistliche Musik bis hin zur Spätromantik sowie auf den Liedbereich. Für ihre 2022 veröffentlichte CD mit Sopran-Solo-Kantaten von Bach erhielt sie den OPUS Klassik. www.miriam-feuersinger.info
Alex Potter (Altus BWV 86, 37, 44)
Alex Potter ist einer der führenden Countertenöre der europäischen Musikszene. Neben zahlreichen Aufführungen von Werken Bachs, Händels und anderer etablierter Komponisten gilt sein besonderes Interesse der Suche nach weniger bekanntem Repertoire. Er verfügt über eine umfangreiche Diskografie, unter neueren Aufnahmen etwa Bach-Kantaten mit Philippe Herreweghe und Solokantaten mit Il Gardellino. Nachdem er seine musikalische Laufbahn als Chorknabe an der Kathedrale von Southwark begonnen hatte, studierte er Musik am New College in Oxford. Anschließend studierte er Gesang und barocke Aufführungspraxis an der Schola Cantorum in Basel bei Gerd Türk und nahm zusätzlichen Unterricht bei Evelyn Tubb. www.alexpotter.info
Marie Henriette Reinhold (Alt BWV 172.2, 173.2, 184.2)
Die Mezzosopranistin Marie Henriette Reinhold studierte bei Elvira Dreßen in Leipzig. Solistische Auftritte führen sie in die Konzertsäle und Hauptkirchen Deutschlands und des europäischen Auslands, in denen sie mit namhaften Ensembles und Dirigenten zusammenarbeitet (u. a. Thomaskantor Andreas Reize, Hans-Christoph Rademann, Kreuzkantor Martin Lehmann, Dima Slobodeniouk, Florian Helgath, Frieder Bernius, Philipp Herreweghe, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Paavo Järvi, Pietari Inkinen, Christian Thielemann). Dabei erstreckt sich ihr Repertoire von den Oratorien Bachs und Händels über Werke von Mozart bis hin zu den Opern Richard Wagners, die sie bei den Bayreuther Festspielen mitgestaltet. Marie Henriette Reinhold ist auf zahlreichen CDs verschiedener Label vertreten. www.marie-henriette-reinhold.de
Daniel Johannsen (Tenor BWV 86, 37, 44)
Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte der Österreicher Daniel Johannsen bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien Gesang; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau sowie Nicolai Gedda und ist Preisträger des Bach-, Schumann- und Mozart-Wettbewerbs. Als einer der meistgefragten Bachinterpreten gastiert Johannsen in den großen Musikzentren der Welt (u. a. in der New Yorker Carnegie Hall) sowie bei zahlreichen Festivals (Beethovenfest Bonn, Enescu Festival Bukarest). Auf der Bühne (etwa am Münchner Gärtnerplatz oder an der Volksoper Wien) ist der lyrische Tenor mit Mozart-Partien, Werken des Barock, des 20. Jahrhunderts sowie in einigen Operettenrollen zu erleben. Er gibt regelmäßig Liederabende an der Seite von Pianisten wie Andreas Fröschl und Kristian Bezuidenhout. An die 50 CDs, zumeist von Rundfunk und Presse hochgelobt, dokumentieren seine Arbeit. www.danieljohannsen.com
Benedikt Kristjánsson (Tenor BWV 172.2, 173.2, 184.2)
Der isländische Tenor studierte bei Scot Weir in Berlin. Er arbeitete u. a. mit Klangkörpern wie Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Gaechinger Cantorey, Akamus und Freiburger Barockorchester zusammen. Er ist ein erster Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs cantateBach in Greifswald und Publikumspreisträger des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig. Kristjánsson konzipierte und interpretierte eine Fassung von Bachs Johannespassion für Tenor allein, Cembalo, Orgel und Schlagwerk, die den OPUS Klassik 2019 als »Innovatives Konzert des Jahres« gewann. Auch seine im gleichen Jahr erschienene Debüt-CD »Drang in die Ferne« mit Liedern von Franz Schubert und Isländischen Volksliedern wurde zweifach für den OPUS Klassik nominiert. www.benediktkristjansson.com
Peter Harvey (Bass BWV 86, 37, 44)
Der englische Bassist Peter Harvey begann seine Ausbildung am Magdalen College in Oxford und wechselte dann an die Guildhall School of Music in London. Sein breites Repertoire reicht von Werken des frühen Barock bis zu zeitgenössischen Kompositionen. Bekannt wurde er jedoch vorrangig durch seine Auftritte als Solist mit führenden Ensembles für Alte Musik. Das Herzstück seines Repertoires ist die Musik Johann Sebastian Bachs, was sich auch in seiner Diskographie widerspiegelt: Unter Harveys rund 150 Solo-Aufnahmen bilden Einspielungen Bachscher Werke einen deutlichen Schwerpunkt. Seine »Winterreise« mit Gary Cooper brachte ihm herausragende Kritiken in der nationalen und internationalen Presse ein. www.peterharvey.com
Tobias Berndt (Bass BWV 59, 172.2, 173.2)
Der gebürtige Berliner Tobias Berndt begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor, studierte bei Hermann Christian Polster in Leipzig und setzte seine Ausbildung bei Rudolf Piernay in Mannheim fort. Er lernte außerdem bei Dietrich Fischer-Dieskau, Thomas Quasthoff, Wolfram Rieger, Norman Shetler und Irwin Gage. Als international etablierter Konzertsänger arbeitete er in jüngerer Zeit mit Dirigenten wie Hans-Christoph Rademann, Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Andrea Marcon oder Sir Roger Norrington und sang u. a. in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich und im Concertgebouw in Amsterdam. Eine umfangreiche Diskografie dokumentiert seine vielseitige künstlerische Tätigkeit. www.tobiasberndt.com
Ensemblebesetzungen
BWV 86, 37, 44
Soprano
Isabel Schicketanz
Sophie Harr
Birgit Jacobi-Kircheis
Katja Kunze
Anja Scherg
Alto
Alex Potter
Anne Hartmann
Beate Heitzmann
Jonathan Mayenschein
Rebekka Neetz
Tenore
Daniel Johannsen
Steffen Brand
Thaddäus Böhm
Klemens Mölkner
Christoph Pfaller
Basso
Peter Harvey
Julián Millán
Florian Schmitt-Bohn
Giacomo Serra
Stefan Weiler
Oboe
Andreas Helm
Julia Ströbel-Bänsch
Bassono
Györgyi Farkas
Violino I
Jonas Zschenderlein
Bruno van Esseveld
Lotta Suvanto
Felicia Graf
Justyna Skatulnik
Violino II
Ha-Na Lee
Prisca Stalmarski
Kaori Kobayashi
Julia Greve
Viola
Yoko Tanaka-Zschenderlein
Michael Hanko
Daniela Braun
Isolde Jonas
Violoncello
Joseph Crouch
Thomas Pitt
Violone
Giuseppe Ciraso-Cali
Cembalo
Michaela Hasselt
Organo
Hans Christian Martin
BWV 59, 172.2, 173.2, 184.2
Soprano
Miriam Feuersinger
Lucy de Butts
Sophie Harr
Birgit Jacobi-Kircheis
Alto
Marie Henriette Reinhold
Beate Heitzmann
Wiebke Kretzschmar
Jonathan Mayenschein
Tenore
Benedikt Kristjánsson
Daniel Käsmann
Christoph Pfaller
Thaddäus Böhm
Basso
Tobias Berndt
Julián Millán
Florian Schmitt-Bohn
Stefan Weiler
Flauto
Georges Barthel
Malgorzata Klisowska
Oboe
Daniel Lanthier
Linda Bärlocher
Bassono
Karin Gemeinhardt
Tromba
Hannes Rux-Brachtendorf
Astrid Brachtendorf
Sebastian Hensiek
Timpani
Stefan Gawlick
Violino I
Peter Barczi
Regine Freitag
Lotta Suvanto
Bruno van Esseveld
Violino II
Rebecca Raimondi
Prisca Stalmarski
Justyna Skatulnik
Viola
Jonathan Ponet
Donata Böcking
Michael Hanko (BWV 172)
Isolde Jonas (BWV 172)
Violoncello
Guido Larisch
Violone
Benjamin Wand
Cembalo
Michaela Hasselt
Organo
Boris Kleiner