»Sichten auf Bach« I bis III

(Fotos: Holger Schneider)

»Sichten auf Bach« I – Gaechinger Cantorey & Hans-Christoph Rademann

»Fulminant stellte Bachakademie-Chef Hans-Christoph Rademann im Eröffnungschor der Kantate seine Sicht vor, die kantig-expressiv statt nur geschmeidig-elegant ist, ohne deswegen in der grobmotorischen Rumpelkammer zu landen: Wie gemeißelt klangen die Fugeneinsätze, wie in einem klingenden Schlachtgemälde jagten sich die kämpferisch bewegten Tumultmotive [...]« (Martin Mezger, Eßlinger Zeitung, 30.08.)

»Mit den 16 Sängern der Gaechinger Cantorey demonstriert Hans-Christoph Rademann, warum die Bachakademie es geschafft hat, sich wieder mit Bravour auf dem internationalen Markt zu positionieren. Der Chor ist ein Hochleistungsensemble, das alle Herausforderungen mit Leichtigkeit meistert. Ebenmäßig ist der Klang, egal ob schlichter Choral oder komplexe Polyfonie. Rademann bietet sich damit die Chance für eine unverwechselbare ›Sicht auf Bach‹ [...]« (Markus Dippold, Stuttgarter Zeitung, 30.08.)

»Sichten auf Bach« II – Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert & Hermann Max

»Drei Jahre lang, sagt Max, habe er während seines Studiums jeden Abend von 22 Uhr bis Mitternacht historische Traktate gelesen, ›weil es doch objektive Kriterien für Interpreten geben muss‹ – was mit viel Disziplin, aber auch mit Lust zu tun hatte. Oder, um es in barockem Überschwang zu sagen: mit Wonne. Diese hält bis heute derart an, dass ihm immer neue Erkenntnisse zuwachsen. [...] Was dabei am wichtigsten sei? ›Das Bildhafte‹ – also die Vorstellung, die ein Komponist vor der Niederschrift der ersten Note von seinem Stück hat. ›Es gilt‹, sagt der Dirigent, ›die verborgenen Wirklichkeiten in der Musik zu entdecken.‹« (Hermann Max im Gespräch mit Susanne Benda, Stuttgarter Zeitung, 30.08.)

»Sichten auf Bach« III – Amsterdam Baroque Orchestra and Choir & Ton Koopman

»Koopmans Musizieren ist von einer ganz ins Geistige transponierten Leuchtkraft, und das Orchester-Zwischenspiel in der anschließenden Friedensbitte ›Et in terra pax‹ antwortet dem Chor mit innigster Intensität. [...] ein Klang wie aus Himmelshöhen, inspiriert vom großartigen Ton Koopman, der mit knappen Gesten die Stufendynamik des ›Et incarnatus est‹ und die ungeheure musikalische Spannweite der im Text beschworenen Jenseitshoffnung meisterhaft organisiert.« (Dietholf Zerweck, Ludwigsburger Kreiszeitung, 03.09.)

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