Mitwirkende
Elisabeth Breuer, Sopran (Theodora), Marie Henriette Reinhold, Alt (Irene), Terry Wey, Countertenor (Didymus), Guy Cutting, Tenor (Septimus), Tobias Berndt, Bass (Valens), Gaechinger Cantorey, Hans-Christoph Rademann, Dirigent
Programm
Georg Friedrich Händel
Theodora HWV 68
Einführung
18.20 Uhr
Händel schätzte sein Oratorium Theodora besonders hoch ein. Dieses Spätwerk (1749) basiert auf einer dramatischen Handlung, die der Legende nach das Martyrium von Theodora erzählt. Diese junge Christin aus Antiochia wehrt sich gegen den Heidenkult der römischen Besatzer. Der Stadthalter Valens zwingt sie zur Prostitution, aber der Offizier Didymus, in Theodora verliebt und von ihr zum Christentum bekehrt, befreit sie aus dem Venustempel. Beide werden daraufhin zum Tod verurteilt. Die Chöre und Arien der Christen sind von gedeckten, innigen Klangfarben geprägt, besonders Theodoras langsame, entrückte Arien. Scharfe Kontraste bilden die furiosen Arien des Valens und die prunkvollen Chöre der Heiden. Der ergreifende Schlusschor »Oh love divine« – eine Mischung aus Glaubensgewissheit und Traurigkeit – wird oft mit dem aus Bachs Matthäus-Passion verglichen.
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